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Archive
im Rheinland

Adelsarchive

Als Grundbesitzer, lokale Obrigkeit und gesellschaftliche Elite besaß der Adel im Mittelalter und in der frühen Neuzeit staatstragende Bedeutung. Dies spiegelt sich auch in seiner archivischen Überlieferung wider. Die in den Adelsarchiven aufbewahrten Quellen dokumentieren also nicht nur die Geschichte der einzelnen Adelsfamilien seit dem Spätmittelalter - hierzu zählen auch die Funktionen in Politik, Verwaltung, Kirche und Ehrenamt im 19. und 20. Jahrhundert - und ihrer Güter und Besitzungen, sondern auch die rheinische Landes-, Regional- und Ortsgeschichte sowie darüber hinaus viele Aspekte der Kirchen-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Auch die Geschichte vieler kreisangehöriger Kommunen vor 1800 kann ohne die Adelsarchive nicht geschrieben werden, da die Überlieferung der meisten rheinischen Kommunalarchvie erst mit der Mairie-Verfassung in napoleonischer Zeit beginnt. Daher sind wesentliche Teile der Adelsarchive als "vorkommunale" Quellen anzusehen.

Im Rheinland gibt es derzeit 50 benutzbare Adelsarchive. Sie sind in den 1982 gegründeten Vereinigten Adelsarchiven im Rheinland e.V. zusammengeschlossen. Als Kooperationspartner des LVR-AFZ betreibt der Verein das Archivdepot in Schloss Ehreshoven bei Engelskirchen. Hier werden derzeit 21 Adelsarchive unter fachlicher Aufsicht des LVR-AFZ verwahrt.

Die übrigen Adelsarchive befinden sich heute noch vor Ort bei den Eigentümerfamilien. Im Einvernehmen mit den Eigentümern übernimmt das LVR-AFZ die fachliche Betreuung der Adelsarchivbestände und gewährleistet auch die Benutzung, indem es die Erschließung übernimmt, Benutzungsanfragen beantwortet sowie Findbücher und bestellte Archivalien zur Einsichtnahme bereitstellt.


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