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im Rheinland

Projekt Udo Klausa

Dem ersten Landesdirektor des Landschaftsverbandes Rheinland, Dr. Udo Klausa, kommt auch unter dem Gesichtspunkt "Der LVR stellt sich seiner Geschichte" eine besondere Bedeutung zu. Nicht nur aufgrund seiner langjährigen Amtszeit von 1954 bis 1975, sondern auch wegen seiner NSDAP-Mitgliedschaft und seiner Tätigkeiten als Landrat in Bensburg (Bendzin) unweit von Auschwitz.

Bis zum Frühjahr 2014 sind die beiden Historiker Dr. Uwe Kaminsky (Ruhr-Universität Bochum) und Dr. Thomas Roth (NS-Dokumentationszentrum Köln) damit beauftragt, das Leben des ehemaligen Landesdirektors Udo Klausa wissenschaftlich zu erforschen. Dies erfolgt in zwei großen Schritten; zunächst werden die Quellengrundlagen und Einschätzungen des Forschungsfeldes festgestellt, auf deren Ergebnissen die dann durchzuführende Hauptstudie aufbaut. In einem zweiten Schritt wird insbesondere auf die folgenden Schwerpunktthemen eingegangen: Udo Klausas Verhältnis zum NS-Gedankengut, die „Entnazifizierung“ in der Kommunalverwaltung im Rheinland, sowie auf die Psychiatriegeschichte von 1953 bis 1975, soweit sie durch die Person Klausas geprägt war. Die Untersuchung wird Klausas Handeln als personalpolitischer Akteur und sein Verhältnis zur Frage von NS-Belastungen vor dem Hintergrund der neueren „Täterforschung“ in den Blick nehmen und hierzu Arbeitshypothesen schwerpunktmäßig entwickeln.


Die Studie berücksichtigt die Ergebnisse der Studie von Mary Fulbrook, A small Town near Auschwitz, Ordinary Nazis and the Holocaust, Oxford University Press 2012.

Der Landschaftsverband Rheinland bereitet eine deutsche Übersetzung des Bandes vor.

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